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Übersicht: Spanisch / Hispanik

Das Kulturwirt-Studium der Fachrichtung „Kultur- und Sprachwissenschaft Spanisch (spanischer und iberoamerikanischer Raum)“ setzt sich zusammen aus den Teilbereichen Spracherwerb, Landes-, Sprach– und Literaturwissenschaften und ist somit auf den ersten Blick ähnlich aufgebaut wie ein „reguläres“ romanistisches Studium.

Allerdings zeigt ein Blick in das Vorlesungsverzeichnis, dass die „Kuwi-Fächer“ (z.B. Politik- und Medienlandschaft in Spanien, Wirtschaftsspanisch oder Mediensprache und Textpräsentation) durch ein besonders hohes Maß an Praxisbezug und Interkulturalität gekennzeichnet sind. So erschließt sich den Kulturwirten im Laufe ihres Studiums nicht nur die spanische Sprache und deren Literatur, sondern sie erhalten mit der Zeit auch ein umfassendes Bild der hispanischen Kultur und Mentalität.

Zu Studienbeginn müssen alle Studenten an einem Sprachtest teilnehmen, der den Dozenten einen Eindruck ihrer vorhandenen Fähigkeiten vermitteln soll. Der Test kann mehrmals wiederholt werden und zählt nicht zu den benoteten (und Bachelor relevanten) Studienleistungen. Das Studium kann grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse der spanischen Sprache aufgenommen werden, allerdings muss man, um an den Kursen ab dem dritten Semester teilnehmen zu dürfen, den Sprachtest spätestens nach einem Jahr bestehen.

Das Bestehen des Sprachtests ist dann auch nicht das Ende, sondern vielmehr der Beginn der eigentlichen sprachpraktischen Ausbildung. Nach der Festigung grammatikalischer und mündlicher Kenntnisse im zweiten Studienjahr (kann bei guten Vorkenntnissen und eingangs bestandenem Sprachtest auch ins erste Jahr vorgezogen werden) folgen im letzten Studienjahr Fächer wie Wirtschaftsspanisch, Übersetzen und Textpräsentation.

Die Landeswissenschaft (erstes Studienjahr) beleuchtet unterschiedliche Bereiche der spanischen und lateinamerikanischen Realität, von Nebrija über Miró bis hin zu Almodóvar und den Fußballergebnissen vom Wochenende – hier erfährt der Student, dass Spanien weit mehr ist als Flamenco und Paella!

In der Literaturwissenschaft werden die Werke großer spanischer und lateinamerikanischer Autoren in Hinblick auf ihre gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung untersucht. In diesem Zusammenhang wird von den Studenten eine selbstständige und gewissenhafte Lektüre der Original-Texte zur Vorbereitung der entsprechenden Seminare erwartet.

Im Rahmen der sprachwissenschaftlichen (bzw. linguistischen) Veranstaltungen befassen sich Kulturwirte mit allen relevanten Aspekten der spanischen Sprache. Diese sind z. B. die Soziolinguistik (Interaktion von Sprache und Gesellschaft), die Pragmatik (Verwendung von Sprache) oder die Semantik (Bedeutung sprachlicher Zeichen). Der wissenschaftliche Ansatz ermöglicht eine sehr differenzierte Betrachtungsweise der Sprache und ihrer Komponenten, wodurch der Student generell in seinem sprachlichen und kommunikativen Verständnis geschult wird.

Ab dem 5. Semester erfolgt eine Spezialisierung auf Literatur- oder Sprachwissenschaft. Die Bachelor-Arbeit wird dann in Anlehnung an ein Hauptseminar aus dem jeweiligen Vertiefungsmodul geschrieben.

Offizielle Beschreibung – Spanisch im Rahmen des Kulturwirt Studiums

Studienverlaufsplan