STUDENTS OF KUWI – MIRIAM

Am heutigen Sonntag berichtet uns Miriam von ihren Erlebnissen als Kulturwirtin.

Miriam, 23, Vertiefung Englisch, 6. Semester

Miriam, 23, Vertiefung Englisch, 6. Semester

 

Wie ist das Leben im Ruhrgebiet?

Der Ruhrpott wird an anderen Orten in Deutschland echt unterschätzt. Ich bin vor knapp drei Jahren aus dem Münsterland hierher gezogen und fühle mich pudelwohl! Hier ist es nicht so wie in anderen Städten, dass man hierhin kommt und sich direkt verliebt. Essen kann eben nicht mit einer wunderschönen Altstadt glänzen, dafür aber mit Charme und echt grünen Ecken. Ob man es glaubt oder nicht, aber hier ist man echt schnell in der Natur oder im Park. Die Ruhr ist zwar etwas außerhalb, aber echt gut mit dem Fahrrad oder Bus erreichbar.Man muss den Pott und seine schönen Ecken eben erst kennenlernen. Man sollte offen für Neues sein und sich drauf einlassen, dann kann man einiges erleben! Außerdem haben wir ja auch das NRW-Ticket mit dem man super schnell in Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Köln oder Münster ist. Langweilig sollte es also nicht werden!

Hast du dich als Wohnort für Essen oder Duisburg entschieden? Oder pendelst du?

Ich wohne in Essen wie eigentlich jeder, der hergezogen ist. Pendeln kam für mich von Anfang an nicht in Frage. So war es auch einfacher, Anschluss zu finden, da man auch spontan mal nach der Vorlesung was trinken gehen kann und nicht auf den Zug angewiesen ist. Mir war es aber auch wichtig, einmal woanders zu leben und als Landkind auch das Stadtleben kennenzulernen. Dass ich nach Essen gezogen bin, war eher eine Bauchentscheidung, aber wie sich herausgestellt hat auch die Richtige.

Welche KuWi Veranstaltung  hat dir am besten gefallen?

Schwierig zu sagen! Die Kuwis sind am Campus auf jeden Fall ganz vorne dabei, wenn es um Veranstaltungen jeder Art geht. Wir sind generell schon eher ein geselligeres Grüppchen, weshalb man auf jeder Veranstaltung immer neue Leute kennenlernen kann. Neben einigen Partys gibt es auch gemütlichere Veranstaltungen wie einen Feuerzangenbowle-Abend, die Weihnachtsfeier oder das Sommerfest. Spaß ist definitiv immer vorhanden!

Was würdest du Erstsemestern zum Studienbeginn empfehlen?

Alles mitnehmen! Vor allem in der Orientierungswoche gibt es viele Veranstaltungen, ob in der Uni oder außerhalb. Das ist DIE Möglichkeit viele Kommilitonen, aber auch die Stadt und die Uni kennenzulernen. Wer hier mitmacht, sollte keine Angst haben, den Anschluss zu verpassen. Und auch sonst: nicht sofort aufgeben! Besonders im BWL-Bereich hatte ich in den ersten paar Wochen wenig von dem verstanden, was da vorne erzählt wurde. Doch nachdem ich mich ein wenig mit dem Stoff beschäftigt hatte, war das alles halb so kompliziert und sogar echt interessant!

Welche Vorlesungen haben dich besonders angesprochen?

Am besten gefallen haben mir die Culture-Seminare in Englisch. Über die britische und amerikanische Geschichte, Politik und Kultur habe ich nun einen super Überblick. Und wer glaubt, dass der Fokus nur auf England und den USA liegt, der liegt falsch. Ein besonders interessantes Seminar behandelte die Thematik der Aufarbeitung des Apartheitregimes in Südafrika. Und auch aktuelle Themen werden aufgegriffen: in diesem Semester belege ich ein Seminar über den Brexit.
Im BWL-Bereich haben mir die Vorlesungen zur Buchhaltung, Steuerlehre und zum Wirtschaftsrecht sehr gefallen. Ich denke, dass ich daraus viele Infos fürs Leben mitnehmen konnte, einfach sehr nützliches Wissen.

Wie ist es an zwei Campi zu studieren?

Anfangs war es schon echt nervig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran und eigentlich ist alles halb so wild. Vor allem in den ersten Semestern musste ich viel zwischen Essen und Duisburg pendeln. Manchmal war zwischen dem Seminar in Essen und einer Vorlesung in Duisburg nur eine halbe Stunde Zeit, aber dann war der Shuttlebus immer eine super Hilfe. Der fährt einmal stündlich direkt vom Essener zum Duisburger Campus (und zurück), das ist dann schon sehr bequem. Da wir Kuwis fürs Pendeln bekannt sind, haben die Dozenten auch meistens Verständnis, wenn man etwas später zum Seminar kommt.


Alle Beiträge findet hier auf unserer Homepage www.fsr-kulturwirt.de in der Rubrik Students of KuWi und auf der Facebook Seite „Kulturwirt Universität Duisburg-Essen“ unter #studentsofkuwi